Der Brautstrauß – Tradition über Jahrhunderte

Der Brautstrauß gilt als die bekannteste Tradition beim Heiraten. Dieser ist bei Hochzeiten gar nicht mehr wegzudenken. Es ist ein großartiges Accessoire, was die Braut mit sich trägt und anschließend in die Frauenmenge wirft. Aber der Brautstrauß ist so viel mehr als das.

Brautstrauß als Schutz für die Braut

Ursprünglich galt der Brautstrauß als Schutz für die Braut. Im Mittelalter sollte es die Braut vor bösen Geistern bewahren. In der Renaissance hingegen glauben die Leute, der Strauß würde die Braut vor dem Umkippen beschützen. Das kam daher, dass es früher sehr stickig in Kirchen war, was am exzessiven Einsatz des Weihrauches gelegen haben könnte. Das brachte die ein oder andere Braut zum Umklappen. Also kamen in die Brautsträuße Kräuter, wie Rosmarin, was vor Ohnmachtsanfällen schützte und dabei zusätzlich gut roch.

Der Brautstrauß wird von dem Bräutigam für die Braut ausgesucht

Vorweg: Natürlich bekommt der Mann hier eine kleine Hilfe 😉

Der Brautstrauß besteht meist aus den Lieblingsblumen der Braut. Aber stellt euch einmal vor, dass euer Bräutigam dies alles alleine zusammenstellen muss. Früher war es eine Bedingung, dass der Mann seiner zukünftigen Frau den Brautstrauß überreicht. Er konnte sich dabei auch ein paar Tipps bei der Familie und den Brautjungfern holen. Die Übergabe fand früher im Elternhaus der Braut statt, von da aus konnte sie ihn direkt mit zur Hochzeitszeremonie nehmen.

Falls ihr euch traut, könnt ihr natürlich diese Tradition weiter fortführen und euren Bräutigam den Strauß aussuchen lassen. Vielleicht wird er sogar ganz schön 😉

Dennoch ist dies heute kein Muss mehr, ihr könnt euch euren Brautstrauß auch selbst oder gemeinsam als Hochzeitspaar zusammenstellen.

Auswahl der Blumen

Die Auswahl der Blumen dreht sich in erster Linie um das Aussehen – Farbe und Form. Dennoch sollte man über ein paar Bedeutungen der Blumen Bescheid wissen. Der Klassiker ist immer noch die rote Rose, aber an zweiter Stelle kommen bei vielen direkt die weißen Rosen. Aber es werden nicht nur Rosen für den Braustrauß verwendet, sondern viele andere Arten, die mindestens genauso schön anzusehen sind.

Hier haben wir einmal eine Liste mit den schönsten Blumen und dessen Bedeutungen:

Rote Rose: Das dürfte hier ganz klar sein, diese steht für die Liebe

Weiße Rose: Sie steht für Unschuld und Reinheit

Wicke: Sie steht für Glückseligkeit

Anemone: Es steht für Erwartungen

Gerbera: Auch diese steht für Unschuld

Weiße Calla: Sie steht für Schönheit 

Maiglöckchen: Glück in der Liebe

Lilie: Sie steht für Reinheit

Tulpe: Ein Sinnbild für Leidenschaft

Orchidee: Diese steht ebenfalls für Schönheit

Sterndolde: Sie steht für Stärke, Courage und Schutz

Besondere Bedeutung beim Brautstrauß

Man kann dem Braustrauß eine persönliche Note geben, indem man etwas Besonderes dazu steckt oder ihn einfach mit etwas Bedeutsamem verbindet. Zum einen kann eurer Bräutigam Blumen aus dem eigenen Garten pflücken, sofern vorhanden. Das macht das Ganze etwas persönlicher und romantischer. Andernfalls kann es auch eine Blume sein, die für euch eine ganze Besondre Bedeutung hat, da viele Erinnerungen damit zusammenhängen.

Auch gibt ein Bild dem Strauß etwas Individuelles. Ihr könnt ein Fotoanhänger oder Medaillon an den Brautstrauß hängen zum Beispiel für Gäste, die nicht mehr da sind, um den schönsten Tag eures Lebens mitzuerleben. 

Zum Schluss die wohl berühmteste Tradition: Brautstrauß werfen

Der Wurf vom Brautstrauß geschieht nach der Trauung, bei welchem sich alle Frauen hinter die Braut stellen. Die frisch gebackene Ehefrau dreht den weiblichen Gästen den Rücken zu und wirft den Brautstrauß über sich nach hinten. Wer diesen fängt ist, laut Tradition, die Nächste, die Heiratet. Mit dem Wurf schließt die Braut ab und startet als verheiratete Frau ins weitere Leben.

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