News

Traditionelle Brautmode in Südamerika – so heiratet man am Zuckerhut

Südamerika gilt als ein Kontinent, der von oben bis unten durch Temperament und Lebensfreude geprägt ist.

Diese spiegelt sich auch in den traditionellen Hochzeiten der jeweiligen Länder wieder. Vor allem in Brasilien werden Hochzeiten gemeinsam mit einem großem Gefolge ausgiebig gefeiert, das nicht selten mehr als 200 Gäste zählt.

Brasilianische Hochzeiten werden ausgiebig zelebriert

Dass die Brasilianer über jede Menge Lebensfreude verfügen, ist bekannt. Stehen Hochzeiten bevor, kommt diese jedoch besonders zum Ausdruck. Noch vor der eigentlichen Hochzeit findet der erste Höhepunkt, der sogenannte Chá de Panela, statt. Dieser Junggesellinnenabschied ist wohl einer der kuriosesten in Südamerika, wenn nicht sogar weltweit. Neben reichlich Alkohol gibt es vor allem viele gut verpackte Geschenke, die die Braut von ihren Freundinnen überreicht bekommt. Anschließend entwickelt sich daraus ein heiteres Spiel. Ohne die Päckchen zu öffnen, muss sie nun erraten, was sich in ihnen befindet. Liegt die Braut richtig, darf sie das Geschenk auspacken. Liegt sie falsch, muss sie einen Schluck trinken und ein Kleidungsstück unter dem Applaus ihrer Freundinnen ausziehen. Natürlich ist das alles halb so wild, denn unten drunter trägt sie eine Schärpe mit dem Aufdruck „ein Glück, dass Du morgen heiratest“. Chá den Panela ist nur einer von vielen unterhaltsamen Bräuchen, die im Umfeld von Hochzeiten in Südamerika zu finden sind.

Sollten Sie eines Tages in Brasilien zu Gast sein, wundern Sie sich bitte nicht, wenn ihnen Brasilianer erklären, dass sie heute Truthahn essen gehen. Diese Aussage bedeutet nichts anderes, als dass ihr Gesprächspartner zu einer Hochzeit eingeladen ist. Truthähne gehören traditionell in etwa genauso zu einer typisch brasilianischen Hochzeit wie die Eheringe.

In Südamerika darf der Tanz und bunte Kleidung nicht fehlen

Auf den ersten Blick verlaufen traditionelle brasilianische Hochzeiten nicht viel anders als bei uns und dennoch unterscheiden sie sich durch eine Vielzahl an Kleinigkeiten. Egal zu welchem Zeitpunkt der Zeremonie – Musik ist allgegenwärtig. Hierfür werden meist Sänger oder ganze Bands gemietet, die mit feuriger Musik schon in der Kirche für eine ausgelassene Stimmung sorgen und die Hochzeitsgesellschaft bis in die späten Abendstunden begleiten.

Hochzeitskleidung – schön bunt

Bei der Wahl der Kleidung steht Eleganz und Moderne für einen Großteil der Brautpaare im Vordergrund, wie sie auch bei uns üblich ist. Allerdings wird dabei zumeist auf auffallende als auf schlichte Kleider gesetzt. In puncto Farbgebung unterscheiden sich die Bräute in Brasilien und vielen weiteren Ländern in Südamerika jedoch häufig von den anderen Hochzeitsgästen und tragen statt eines weißen ein rotes oder cremefarbenes Hochzeitskleid, das für die Liebe und die Lebenskraft der Braut stehen soll. Nicht selten sind diese Kleider darüber hinaus etwas weiter geschnitten. Der Grund dafür ist recht einfach zu erklären. Tanzen ist ein elementarer Bestandteil der brasilianischen Kultur, der keinesfalls bei Hochzeiten fehlen darf. Da die traditionellen Hochzeitslieder meist sehr schnell und temperamentvoll sind, muss sich die Braut später auch zu den schnellen Sambarhythmen bewegen können. Daher sind eng anliegende Kleider auf brasilianischen Hochzeiten sowie in weiteren Teilen von Südamerika eher die Ausnahme. Der Bräutigam hingegen greift am Hochzeitstag auf einen schlichten Anzug zurück. Dieser kann nach individuellem Geschmack in seiner Farbgebung stark variieren. Nicht selten wird die Farbe des Anzugs an das Kleid der Braut, dem Blumenbouquet oder der Dekoration im Festsaal angepasst.

Die Hochzeitstänze

Auch die traditionellen Hochzeiten vieler brasilianischer Völker beinhalten eine Vielzahl an Tänzen. Rein optisch unterschieden sie sich allerdings sehr stark von den modernen Zeremonien in den Städten. Die Bräute sind dabei nur spärlich mit bunten Stoffen an Oberkörper sowie der Hüfte bekleidet. Besonders auffällig bei den traditionellen Trachten ist der Kopfschmuck. Je nach indigener Herkunft tragen die Frauen zu ihrer Hochzeit einen prächtigen Kopfschmuck aus Federn oder mehrfach umwickelte Kopftücher. Darüber hinaus darf bei keiner Eheschließung die traditionelle Körperbemalung fehlen.

Wir freuen uns über Anregungen, Ergänzungen und Kommentare

      Hinterlasse eine Nachricht

      Search