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Standesamtliche Trauung: Wo heiraten am teuersten ist!

An einer standesamtlichen Trauung kommst du in Deutschland nicht vorbei, wenn du es offiziell haben willst. Es handelt sich dabei im Grunde um einen sachlichen Vorgang, dessen Ablauf in allen Bundesländern weitestgehend gleich ist. Ein wenig Individualität kannst du reinbringen, indem du beispielsweise eine andere Location wählst, Musik zur Zeremonie mitbringst oder selbst einige persönliche Worte sprichst – jedoch nicht ohne vorherige Absprache mit dem Standesbeamten. Es gibt aber einen Punkt, in dem sich die standesamtlichen Trauungen durchaus unterscheiden: Die Rede ist von der Höhe der Gebühr!

Anmeldung zur Eheschließung

Eine Trauung im Standesamt kostet rund 50 Euro. Damit sind die Anmeldekosten zur Eheschließung gemeint. Laut einer Umfrage des Online-Vergleichsportals www.netzsieger.de, bei der im Jahre 2015 die Preise für eine Hochzeit in den 20 einwohnerstärksten Städten Deutschlands verglichen wurden, lag der günstigste Preis für eine standesamtliche Trauung bei 40 Euro, beispielsweise in den Städten Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart und Düsseldorf. In Münster mussten Paare dagegen mit 65 Euro am tiefsten in die Tasche greifen, gefolgt von Dortmund mit 61 Euro. München, Nürnberg und Bielefeld gehörten mit 50 Euro pro Anmeldung zur Eheschließung ebenfalls zu den etwas teureren Pflastern.

Eheschließende mit Auslandsbeteiligung

Die Anmeldegebühren erhöhen sich, wenn einer der Partner eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt. Die Tester von www.netzsieger.de fanden heraus, dass es 2015 mit 101 Euro in Dortmund am teuersten war, dem ausländischen Partner das offizielle Ja-Wort zu geben. Bremen belegte mit 88 Euro Platz 2. Danach folgten Berlin, Stuttgart, Hannover und Bielefeld mit 80 Euro. In Hamburg war die Heirat mit Auslandsbeteiligung im Jahr 2015 am günstigsten: Die Hansestadt berechnete hierfür 60 Euro. Besitzen beide Eheschließenden eine ausländische Staatsangehörigkeit, wird die standesamtliche Trauung meistens noch teurer. Manchmal fallen zudem Gebühren für einen Dolmetscher an oder die Ausstellung einer mehrsprachigen Eheurkunde.

Trauung am Samstag oder außerhalb der Öffnungszeiten

In der Regel haben die Standesämter montags bis freitags geöffnet, doch zum Teil an manchen Tagen nicht am Nachmittag. So oder so – eine vorherige Terminabsprache ist notwendig. Wer bereit ist, einen extra Obolus zu entrichten, kann aber auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten oder sogar am Samstag heiraten. Am teuersten war dieser Sonderwunsch 2015 laut www.netzsieger.de mit 200 Euro Aufpreis in Bonn und Wuppertal. Münster wollte 107 Euro dafür sehen, Duisburg, Nürnberg, Düsseldorf und Hamburg 100 Euro. In Stuttgart fielen zum Zeitpunkt der Umfrage lediglich 43 Euro für einen Termin außerhalb der Öffnungszeiten an.

Sonderwünsche

In der Regel melden sich Paare in dem Standesamt der Stadt an, in dem zumindest einer der Eheschließenden seinen Haupt- oder Nebenwohnsitz hat, und entrichten hier auch die Gebühren. Die Zeremonie kann dann aber in einem Standesamt nach Wahl erfolgen – beispielsweise im Geburtsort einer der Beteiligten. Natürlich ist dieser Sonderwunsch nicht umsonst; die Gebühren variieren je nach Standesamt. In Leipzig fallen hierfür beispielsweise 20 Euro an; in Würzburg 40 Euro. Zu den Sonderwünschen gehören auch individuelle Locations. Viele Standesämter bieten ihrerseits bereits besondere Räumlichkeiten an (Innen- und Außenbereich). Vom historischen Rathaus über einen Trausaal in einem Schloss bis hin zu einer Trauung an einem See ist eigentlich alles dabei. Genauso vielseitig zeigen sich auch die Kosten, die dafür fällig werden. Wählt das Paar dann noch einen Termin außerhalb der Öffnungszeiten, kann je nach Stadt, Location und Zeitpunkt eine vierstellige Summe zusammenkommen.

Weitere Gebühren

Natürlich braucht das frisch getraute Paar am Ende eine Eheurkunde. Diese kosten etwa 10 bis 12 Euro. Für eine beglaubigte Abschrift fallen weitere Gebühren an. Namensrechtliche Erklärungen, beispielsweise wenn ein Doppelname gewünscht ist, kosten ebenfalls extra. Alle Gebühren sind auf den jeweiligen Internetseiten der Standesämter meist detailliert aufgeführt – und sollten noch Fragen offen bleiben, ist ein kurzer Anruf dort die einfachste Lösung.

Quelle: https://www.netzsieger.de/ratgeber/hochzeitskosten-in-deutschen-standesaemtern

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