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So heiratet man in Bremen

In der Stadt Bremen und der zum Land dazugehörigen Schwesterstadt Bremerhaven lassen sich für dich und deinen Partner viele verschiedene Örtlichkeiten finden, an denen stilvoll geheiratet werden kann.

In Bremen fängt dies bei einer großen Anzahl an Kirchen an, geht über ein sehr schönes Standesamt, ein spezielles Hochzeitszimmer im altehrwürdigen Rathaus bis hin zu dem sogenannten Hochtiedshuus auf dem Lür-Kropp-Hof. Dieser im Fachwerk-Stil gehaltene Pavillon befindet sich in einem malerischen Park im Osten der Stadt. Hier werden Brautpaare standesamtlich vermählt und erhalten am Ende der Zeremonie als besonderen Brauch den sogenannten Bullenschluck. Bei diesem handelt es sich um einen schmackhaften Schnaps, der in der Umgebung gebrannt wird und dem Brautpaar auf speziellen Löffeln gereicht wird. In der Seestadt Bremerhaven findest du ebenfalls eine Reihe sehr schöner Kirchen und ein Standesamt, aber die Hauptattraktion zum Heiraten ist dort mit Sicherheit der Simon-Loschen-Leuchtturm. Von oben aus bietet sich den Gästen ein herrlicher Blick über die Hafenanlagen der Seestadt, über die Weser bis hin zur Nordsee. Neben den Örtlichkeiten für die Zeremonie lassen sich in Bremen und Bremerhaven auch sehr schöne Lokalitäten zum Feiern finden. Neben Restaurants und Hotels kannst du beispielsweise auch in einer Burg oder auf einem Segelschiff speisen und tanzen.

Gelebte Hochzeitsbräuche in Bremen

Eine traditionelle Hochzeitsbekleidung für Braut und Bräutigam gibt es in Bremen nicht. Zumeist wählt die Braut das klassische Hochzeitskleid in Weiß, und der Bräutigam entscheidet sich für einen feinen Hochzeitsanzug in Schwarz oder Grau, manchmal aber auch ganz extravagant ebenfalls in Weiß. Vielen Hochzeiten in Bremen geht ein Polterabend voraus, aber auch ein Junggesellenabschied für Braut und Bräutigam. Da Bremen eine Hochburg der Grünkohltouren ist, ist in vielen Haushalten ein Bollerwagen vorhanden, der auch bei den Junggesellenabschieden zum Einsatz kommen kann, um in ihm Spirituosen, Snacks und kleine Gimmicks zum Verkaufen an Passanten zu transportieren. Beim Polterabend wiederum, der meist nur wenige Tage vor der eigentlichen Hochzeit gefeiert wird, ist es guter Brauch, etwas altes Geschirr oder sonstiges Porzellan mitzubringen, welches zur Begrüßung zerdeppert wird und von den Brautleuten aufgekehrt werden muss. Das Motto hierbei lautet: Scherben bringen Glück. Zwei weitere Bräuche, die auf den Polterabenden sehr häufig zum Tragen kommen, sind das Verbrennen der Hose des Bräutigams sowie das Annageln der Schuhe der Braut an einen Baum.

Traditionen auf der Hochzeitsfeier

Auch auf der Hochzeitsfeier gibt es ebenfalls einige Traditionen, die in Bremen und Bremerhaven sehr gerne zelebriert werden. So gibt es das Baumstammsägen, bei dem das Brautpaar Teamgeist beweisen muss, das Brautstraußwerfen, bei dem die nächste Braut auserkoren wird, das Tanzen unter dem Schleier und gelegentlich auch eine zünftige Strumpfbandversteigerung. Die Hochzeitstorte wird in Bremen und Bremerhaven traditionell gegen Mitternacht serviert. Hierbei gilt es darauf zu achten, wer von den beiden Brautleuten beim Anschneiden die Hand oben hat. Diese Geste bringt zur Geltung, wer später in der Ehe die „Hosen anhaben“ wird. Zu den traditionellen Speisen auf einer Bremer Hochzeit gehört in jedem Fall eine Hochzeitssuppe. In dieser leckeren Vorspeise sind Huhn, Hackfleisch, Nudeln, Eierstich und gerne auch etwas Spargel enthalten. Die Auswahl an Gerichten bei den Speisen bei den Menüfolgen oder Büffets unterscheiden sich nicht wesentlich von denen, die in anderen Regionen Deutschlands den Brautleuten und Gästen serviert werden, außer vielleicht, dass hier in den beiden küstennahen Städten die Komponente Fisch durchaus eine größere Rolle spielen kann. Beim Dessert allerdings gibt es eine sehr beliebte Nachspeise, die vor allem in Bremen und Umgebung eine große Popularität erfährt: die rote Grütze. Das auch als Bremer Rode Grütt bezeichnete Gericht setzt sich vor allem aus Johannis- und Himbeeren, in der Saison auch gerne aus Erdbeeren, zusammen. Angerührt wird das Ganze mit etwas Fruchtsaft, Zucker und dem Verdickungsmittel Sago. Gereicht wird das Ganze schließlich mit etwas Vanillesauce. Einfach lecker.

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