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Hochzeit mit einem Ausländer

Ob aus dem Urlaubsflirt langsam mehr wird, oder die Bekanntschaft, die ihr bei Arbeit oder Studium im Ausland kennengelernt habt sich als absoluter Traumpartner entpuppt – wenn es um das Thema Hochzeit mit Ausländern oder Ausländerinnen geht, stoßen viel Menschen auf Fragezeichen. Welche Papiere müssen besorgt, welche Bestimmungen beachtet werden? Und wie anders kann, je nach Herkunft des Partners, die Zeremonie und Hochzeitsfeier aussehen?

Heiraten darf, wer bleiben möchte

Ihr habt euch gesucht und gefunden und nun würdest du deinen Partner oder deine Partnerin gern nach Deutschland holen, um gemeinsam in ein neues Leben zu starten. Dazu wollt ihr heiraten. Und damit seid ihr nicht allein. Im Rahmen von Partnerschaft und Familiennachzug reisen jedes Jahr hunderttausende Menschen nach Deutschland ein, die ihr Leben neu planen und vor Ort Fuß fassen wollen. Darum gibt es einige bürokratische Hürden bei der Hochzeit mit Ausländern oder Ausländerinnen, über die ihr unbedingt informiert sein müsst.

Noch vor der Beantragung eines Visums zur Eheschließung in Deutschland muss euer Partner Deutschkenntnisse nachweisen. Diese sollten etwa dem B-Niveau der Sprachkurse entsprechen. Damit ist der eigenständige Alltag für den Zuziehenden in der ersten Zeit gewährleistet und derjenige zeigt einen ersten Integrationswillen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge verweist hier auf §30 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes. Ausnahmen werden gemacht, wenn ihr euch in einem europäischen Land kennengelernt habt, in dem der deutsche Partner längere Zeit gelebt hat, oder der Spracherwerb, zum Beispiel durch politische Unruhen, im Herkunftsland nicht möglich ist. Seid ihr beide Europäer, jedoch nicht Deutsche, greift diese Pflicht ebenfalls nicht.

Diese Dokumente müsst ihr vorlegen können

Das Visum, das zu Aufenthalt und Eheschließung nötig ist, muss vor der Einreise des Partners beantragt werden. Ausgenommen sind hiervon EU-Bürger, so wie US-Amerikaner, Japaner, und einige andere sichere Einreisestaaten. Je nach Land werden verschiedene Dokumente benötigt, um die Hochzeit mit Ausländern oder Ausländerinnen zu vollziehen, jedoch mindestens Visum, gültiger Pass, Geburtsurkunde, so wie ein Nachweis, dass der Partner nicht verheiratet ist. Die Dokumente müssen auf Deutsch vorliegen, übersetzen können zum Beispiel mehrsprachige Notare, die sie auch beglaubigen müssen. Die meisten Dokumente, die zur Hochzeit mit Ausländern oder Ausländerinnen nötig sind, stellen die jeweiligen Konsulate aus. Dort könnt ihr euch auch über weitere rechtliche Rahmenbedingungen informieren.

Bürokratie umgehen in Dänemark

Wer eine Hochzeit mit Ausländern oder Ausländerinnen plant, steht oft vor Aufgaben, die alle Beteiligten überfordern. Gerade wenn euer Partner aus einem Kriegsland stammt, oder verfolgt wird, sind einige Dokumente nicht verfügbar und die Hochzeit in Deutschland wird unmöglich. In Dänemark ist die Hochzeit mit Ausländern oder Ausländerinnen einfacher geregelt. Jeder, der sich legal im Schengenraum aufhält, also ein Visum vorweisen kann, oder EU-Bürger ist, kann sich hier trauen lassen. Eine legale, in Deutschland anerkannte, Option für alle, die es gern etwas einfacher hätten.

Die etwas andere Hochzeit

Bei einer Hochzeit mit Ausländern oder Ausländerinnen treffen oft zwei völlig unterschiedliche Kulturen aufeinander. Die klassisch deutsche, kirchliche Trauung, die Braut ganz in Weiß, mit anschließender Tanzfeier, wirkt geradewegs zurückhaltend klein, verglichen mit den oft riesigen Feiern im Süden Europas. Wer einen Griechen oder Türken heiratet, wird viele hundert neue Bekanntschaften an einem Abend machen. Die prunkvollen, mehrere Tage andauernden Feiern fallen auch mit indischen Partnern oft teuer und pompös aus. Im östlichen und hinduistischen Teil Asiens, gibt es den Brauch der „Audienzen“ bei dem frischvermählten Paar. In vielen Kulturen wird das Brautpaar auf zahlreiche Arten gesegnet. Mit Brot, Reis, Weihrauch, oder einer Opfergabe in seinem Namen. In Rumänien erklimmt der Bräutigam einen hohen Baum, um einen dort befestigten Brautkranz zu holen, in Thailand nimmt das Ehepaar die Gäste gleich mit ins neue Schlafgemach und lässt das älteste Paar der Runde im neuen Ehebett schlafen. Dieses wird dann für drei Tage mit verschiedenen Utensilien gesegnet. So zahlreich die Bräuche auch sind – Romantisch ist die Feier, die eure Liebe besiegelt, immer.

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