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Der Zauber von Blumen

Als Sprachrohr der Liebenden erfreuen sich Blumen von jeher großer Beliebtheit. Und da die eheliche Verbindung zweier Menschen gemeinhin als universeller Ausdruck inniger Liebe gilt, bekleiden Blumen auch beim Thema Hochzeit eine prominente Rolle. Grund genug, einmal einen Blick auf dieses Faszinosum zu werfen und die Klassiker unter den Hochzeitsblumen etwas näher zu beleuchten.

Die Sprache der Blumen

„Sag es mit Blumen!“ Wer kennt diesen geflügelten Satz nicht. Dahinter schwingt die Vorstellung mit, dass Blumen bei der zwischenmenschlichen Kommunikation von jeher eine Rolle spielten und spielen. So berichtet Lady Mary Wortley Montagu in ihren „Briefen aus dem Orient“ von einer Verständigung mit Blüten in den Harems jener Zeit. Diesen im 18. Jahrhundert angefertigten Niederschriften gehen unter anderem Zeugnisse aus dem alten Ägypten voraus, wo die Formen vieler Hieroglyphen aus Pflanzen oder Pflanzenteilen hergeleitet worden waren. In der Summe sind diese Entwicklungen der Ausgangspunkt für die Entstehung eines umfangreichen Zeichensystems.  In dessen Diktion wird jeder Blume eine Bedeutung zuteil.  Besagtes System gewinnt dadurch an Komplexität und Tiefe, dass die anfänglich zugeschriebene Grundbedeutung duch die Vermischung verschiedener Blumenarten erweitert wird.

Beliebte Hochzeitsblumen und ihre Bedeutung

Bezogen auf das Ereignis Hochzeit entsteht dadurch eine Vielzahl unterschiedlicher Kombinationsmöglichkeiten. Immer wieder gerne findet in diesem Zusammenhang die Rose Verwendung. Sie erfreut sich bei zahlreichen Paaren großer Popularität, steht sie in der Farbe Rot doch wie keine andere Blume für „Liebe“ und „Leidenschaft“. In weißer Ausprägung gesellen sich dazu die Attribute der „Treue“ und „Reinheit“, welchen im Sakrament der Ehe ebenfalls ein wichtiger Platz zukommt. In eine ähnliche Richtung zielt die zugeschriebene Bedeutung von Nelken. Hier gesellt sich die „Verehrung“ hinzu. Tulpen wiederum ist auf der semantische Ebene neben der Liebe die „Zuneigung“ eingeschrieben und Gerberas symbolisieren „Fröhlichkeit“.

Der persönliche Blumencode

Eine solche angedeutete Vielfalt legt die Vermutung nahe, dass Fehler bei Auswahl und Komposition leicht zu Missverständen führen. Denn wer würde zum Beispiel eine in westlichen Breitengraden negativ konnotierte Farbe wie Schwarz in Verbindung mit einer Hochzeit bringen, die vornehmlich als freudiges Ereignis wahrgenommen wird? – Letztlich entscheidet hier der persönliche Geschmack und es ist Aufgabe des Blumenliebhabers seinen persönlichen Code zu programmieren. Warum also nicht ein Arrangement schwarzer und weißer Rosen auswählen, wenn das Motto der Hochzeit unter dem Titel „Schwarz und Weiß – Gegensätze ziehen sich an“ firmiert!

Wir freuen uns über Anregungen, Ergänzungen und Kommentare

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